Essener Omas setzen Zeichen am 1. Mai 

Essener Omas setzen Zeichen am 1. Mai 

Essener Omas beteiligen sich an friedlichen Gegen-Protesten

Am 1. Mai 2026 will die extrem rechte Partei Die Heimat – hervorgegangen aus der NPD und der Partei Die Rechte – in Essen einen bundesweiten Aktionstag abhalten. Es wäre bereits der vierte Aufmarsch dieser Art in der Stadt nach den Jahren 2001, 2015 und 2021.

Partei mit neonazistischer Ausrichtung

Die Partei Die Heimat gilt als neonazistisch geprägt. Ihre Ideologie weist programmatische Nähe zu nationalsozialistischem Denken auf. Neben öffentlichen Aufmärschen setzt die Organisation seit rund einem Jahr verstärkt auf sogenannte „offene Abende“ in ihrer Essener Landeszentrale. Dabei werden Kontakte zu anderen rechtsextremen Gruppen gepflegt und strategische Fragen diskutiert. Beobachter sehen darin den Versuch, insbesondere junge Menschen ideologisch zu beeinflussen und die rechte Szene weiter zu vernetzen.

Gefahr für das gesellschaftliche Klima

In der Vergangenheit kam es im Umfeld von Veranstaltungen der Partei wiederholt zu Übergriffen auf Menschen, die sich rechten Demonstrationen entgegenstellten. Zivilgesellschaftliche Gruppen warnen, dass die Aktivitäten von Die Heimat Räume für Radikalisierung schaffen und das gesellschaftliche Klima in der Region gefährden.

Symbolische Provokation am Tag der Arbeit

Dass Die Heimat ausgerechnet den 1. Mai als Termin für ihren bundesweiten Aktionstag gewählt hat, werten Kritiker:innen als gezielte Provokation. Der Tag der Arbeit steht traditionell im Zeichen der Gewerkschaften, der Arbeiter:innenbewegung und des sozialen Fortschritts. Der Verweis auf die Geschichte ist dabei zentral: Am 2. Mai 1933 wurden die freien Gewerkschaften von den Nationalsozialisten zerschlagen, ihre Häuser zerstört und ihre Funktionär:innen verhaftet.

Breiter Aufruf zu Gegenprotesten

Wir Essener Omas beteiligen uns am Aufruf der Gewerkschaften, demokratischen Initiativen und antifaschistischen Bündnisse zu friedlichen Gegenprotesten am 1. Mai in Essen. Wir wollen ein deutliches Zeichen gegen Faschismus, Rassismus und rechte Hetze setzen – und für Solidarität, Demokratie und eine offene Gesellschaft eintreten.


Unter dem Motto „Rechte Hetze hat in Essen keinen Platz“ soll gemeinsam demonstriert werden, dass die Stadt dem Versuch extremistischer Gruppen, den Tag der Arbeit für ihre Zwecke zu instrumentalisieren, entschlossen entgegentritt.

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